Puh, das wäre geschafft!

Vom 23. bis 25. Juli fand unser 4. Sommercamp am Clubhaus statt. Seit etlichen Wochen waren die Jugendvertretung und einige erwachsene Helfer mit den Vorbereitungen beschäftigt. Zum zweiten Mal führten wir das Camp zusammen mit der Jugendfeuerwehr Bredstedt durch. Damit die Kinder, die während der Ferien nicht in Urlaub fahren, auch etwas unternehmen können, legen wir dieses Camp immer in die Sommerferien.
Am Freitag trafen wir Organisatoren uns mittags am Clubhaus und bereiteten schon mal einiges vor. Kurz vor 14 Uhr kamen dann auch die ersten Kinder mit ihrem halben Hausstand an! Es ist fantastisch, was alles in ein kleines Igluzelt passt!!! Die Mamis & Papis halfen beim Zeltaufbau und waren dann ganz schnell wieder verschwunden, um das kinderfreie Wochenende zu genießen. Jetzt rückte auch die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen und Anhängern an, denn sie hatten auch die „Florianstaufe“ und andere Wasserspiele im Gepäck. Es dauerte doch fast 2 Stunden bis alles aufgebaut und verstaut war. Eigentlich war für den Freitag eine Spiele-Olympiade geplant, aber die verschoben wir aus Zeitgründen auf den Samstag.
17 Uhr, Essenszeit! Jeder hatte für den Abend etwas zu Essen mitgebracht und so sammelte sich ein leckeres und umfangreiches Buffet an.
Am Abend machte die Feuerwehr noch einige Spiele mit den Kindern. Sie machten die Feuertonne an um Marshmallos zu rösten. Nach der Probe kamen dann auch die Musiker zurück und wurden mit Cocktails in Empfang genommen.
Die „Lütten“ wurden in die Zelte geschickt und sollten schlafen. Sollten!!!! Um 2 Uhr schnappte sich Katrin die erste Gruppe:„Schlafen!“. Nachdem die dann endlich zu schlafen schienen, wurde gegen 4 Uhr die nächste Gruppe aktiv. Und wenn man im Zelt spricht hört es ja keiner, denn eine Zeltwand ist ja extrem dick! Letztes Jahr noch meckern, man könne nicht schlafen und dieses Jahr selbst sabbeln. Ja, ja! Um 5 Uhr die nächsten Stimmen, einige von den Kleinen mussten zur Toilette und hatten die Orientierung verloren: „Da lang“, „Ach ja!“
6.30 Uhr es hat keinen Zweck, ich kann nicht mehr schlafen. Also ab unter die Dusche und schon mal in der Küche das Frühstück vorbereiten.
Nach und nach kamen alle mehr oder weniger freiwillig aus den Zelten und gegen 8 Uhr frühstückten wir. Wieder 3 „Freiwillige“ für den Küchendienst gesucht und alles aufgeklart. Nun kam der Human Table Soccer zum Einsatz. Wie baut man das Ding auf? Wo ist oben und unten? Wir haben es geschafft, das Ding steht und das Prinzip der Seile und Gurte wurde auch schnell verstanden. Die Mannschaften wurden ausgelost und es ging los. Thies und Tade machten die Schiedsrichter und verteilten gelbe und rote Karte für´s Hände vom Gurt nehmen. Als Letzte spielten die Betreuer (Spielmannszug gegen Feuerwehr) gegeneinander. Hier könnte man eher von Rugby sprechen, es ging mit vollem Körpereinsatz zur Sache, aber leider blieb es bei einem 0:0! Aber die Anzahl der Verletzungen stieg, Kratzwunden, Verstauchungen und verbrannte Bäuche!
Nach dem körperlichen Einsatz wurde es erstmal etwas ruhiger. Kurt Viertel, stellv. Wehrführer der Bredstedter Feuerwehr, kam vorbei und zeigte zusammen mit Holgi was ein Fettbrand (z.B. brennt Fett in einer Pfanne in der Küche) ist und wie man sich bei einem solchen Brand verhalten sollte.
Mittagessen! „Bente, sucht ihr den Küchendienst aus?!“ „Dürfen wir?“ Hä, freiwillig? Ja klar, und schon stand ich mit 3 kleinen Helfern in der Küche. Alisha, Morlin und Lara bekamen viel zu tun, denn die ganzen Schüsseln vom Buffet wurden leer und es hieß abwaschen, abwaschen, ….! Jetzt zogen sich aber immer mehr Kinder die Badesachen an und wollten in den Pool und die „Florianstaufe“ ausprobieren. Meine 3 kleinen Helfer wurden unruhig. Was nun? „Jetzt ist der Pool ganz voll, wenn wir in der Küche fertig sind, ist allen schon kalt und ihr habt den Pool für euch allein!“ „Cool!“
Nach den Wasserspielen bereiteten wir die Spiele-Olympiade vor und wollten gerade die einzelnen Stationen aufbauen, da fing es an zu tropfen. Alles schnell wieder verstauen und erstmal abwarten. Nach einem kurzen Schauer konnten wir aber los legen und es blieb auch für den Rest des Tages trocken.
10 Spiele hatte sich die Jugendvertretung ausgedacht und vorbereitet. Die 7 Gruppen wurden ausgelost und starteten mit dem Eierspiel. Zutaten: ein rohes Ei, 4 Strohhalme, eine Schere, eine Rolle Tesafilm und ein Luftballon. Aufgabe: das Ei so zu verpacken, das es einen Fall aus 2 Meter Höhe heil übersteht! 9 weitere Stationen warteten mit weitern Geschicklichkeits-, Merk- und Zeitspielen auf die Spieler.
Nach der Auswertung stand die beste Gruppe und der beste Einzelspieler fest. Herzlichen Glückwunsch an die Gruppe „De Wölas“ mit Tade, Tjalf, Ira, Julia und Thies. Ebenfalls an Tristan (Feuerwehr) als bester Einzelspieler, dicht gefolgt von Tade und Julia.
Zum Abendbrot gab es Stockbrot über dem Lagerfeuer gebacken und Bratwurst vom Grill. Auch Nachspeise gab es. Vom Vorabend waren Cocktail-Zutaten übrig!
Gegen 23 Uhr machte sich Thies mit den Kindern zu einer kleinen Nachtwanderung auf den Weg. Aber er musste rechtzeitig zurück sein, denn Alisha hatte um 0 Uhr Geburtstag und am Lagerfeuer wurde für sie gesungen und Musik gemacht. Danach verschwanden aber alle ganz schnell freiwillig in den Zelten und es kehrte Ruhe ein. Nur einige Erwachsene hielten noch länger am Feuer durch. Sie wurden dann aber vom Regen verscheucht. Um 4 Uhr goss es richtig, aber die Kinder bekamen nichts mit, es blieb alles ruhig. Bis 10 Uhr gab es dann immer mal wieder einen Schauer, was den Abbau der Zelte etwas verzögerte. Gegen 11 Uhr waren aber alle Zelte abgebaut, die Spiele verstaut und der Platz vom Müll befreit. Nach und nach kamen die Eltern und sammelten ihre Kinder ein.
12.30 Uhr, ich kann nicht mehr, will auf die Couch und schlafen!

Bis zum nächsten Jahr!