Ein großes Dankeschön dem Wettergott!

Seit Donnerstagmorgen waren wir am Hoffen, dass das Wetter mitspielt und wir das Konzert auf dem Rathausplatz durchführen können. Zum Mittag hin riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam immer mehr durch. Einige Helfer machten sich um 15 Uhr auf den Weg, um den Platz für abends vor zu bereiten. Dass hieß: Tische und Bänke holen und aufstellen, den Anhänger mit den Instrumenten holen und die Pauken sollten auch ihren ersten Außeneinsatz haben. Dann klingelte auch schon bald das Telefon und Benni (Leiter des Jugendblasorchesters Löffingen aus dem Schwarzwald) meldete sich: „Wir sind jetzt in Heide, sind in einer Stunde bei euch“. 10 Minuten später, wieder Telefon: „So, wir sind jetzt da, wo sollen wir hin?“ Hä? Ah, ein Wagen mit der Verpflegung und den Instrumenten war vorgefahren undwurde jetzt von uns per Telefon zum Rathausplatz gelotst. Michael nahm kurze Zeit später den Bus in Empfang und brachte die jungen Musiker zur Grund- und Hauptschule in Bredstedt. Hier sollten sie die Nacht in der Turnhalle einquartiert werden. Leider konnten die Musiker erst ab 20 Uhr in die Halle, da vorher noch eine Gruppe des Sportvereins dort trainierte. Aber wir Musiker sind ja flexibel und so wurden erstmal alle Koffer und Taschen in der Pausenhalle zwischengelagert. Nach kurzer Bewegungspause auf dem Schulhof kamen alle zum Veranstaltungsplatz gelaufen (war ja nur knapp 5 Minuten weg!). Dort waren wir bereits mit dem Aufbau des Schlagwerks beschäftigt. Gegen 18 Uhr starten unser Programm. Leider war das Repertoire etwas eingeschränkt, da einige wichtige Stimmen fehlten. Die Schulen hatten an diesem Tag in Husum an einer Veranstaltung teilgenommen und einige unsere Musiker mussten an dieser Pflichtveranstaltung teilnehmen. Während wir spielten bekamen die Löffinger etwas zu Essen. Hierfür hatte Gesa, Inhaberin von „Fiedes Krog“, gesorgt. Nochmals vielen Dank dafür! Um 18.50 Uhr machten wir Schluss, bauten schnell ab und die Löffinger auf. Jetzt bekamen die Zuhörer eine Bandbreite von Klassik, Märschen, Pop bis Filmmusiken geboten. 20.30 Uhr, ich hab einen Tropfen abbekommen! Nicht nur einen! Zum Glück hatte das Orchester sein Programm gerade beendet und so wurden schnell die empfindlichen Instrumente abgedeckt und verstaut. Leider leerte sich der Platz jetzt auch schnell und so räumten wir alles ein. Als alles verstaut und die Löffinger in der Turnhalle waren fing es richtig an zu regnen. Aber egal, als wir gutes Wetter brauchten, war es da! Nach einer kurzen Nacht wurden die Taschen wieder gepackt und im Bus verstaut. Die Musiker kamen zu uns ins Clubhaus gelaufen (diesmal 10 Minuten weg!). Einige Frühaufsteher von uns hatten im Clubraum Frühstück vorbereitet. Nachdem auch die Lunchpakete geschmiert waren, machten wir uns auf den Weg zum Amsinck-Haus (Hamburger Hallig). Jörg, ein Mitarbeiter des Amsinck-Hauses, zeigte einige Bilder von Sturmfluten und erzählte einiges zu den Schafen am Deich. Im Anschluss erkundete jeder für sich das Haus und erfuhr einiges über unsere Heimat. Da jetzt noch etwas Zeit war, fuhren wir nach Lüttmoorsiel und gingen runter ans Wasser. Äh stimmt nicht, nicht zum Wasser, war ja gerade Ebbe. Einige Mutige zogen gleich die Schuhe und Socken aus und trauten sich ins Watt. Deutlich war zu hören: „ih, äh“! Einige wollten doch lieber mit Schuhen rein, davon rieten wir aber ab! Nachdem alle Füße wieder sauber waren und jeder Muscheln als Mitbringsel gesammelt hatte, ging es wieder in den Bus. Nun machten sie sich auf den Weg nach Odensee (Dänemark), dort sollten sie am Abend ein Hafenfest musikalisch eröffnen. Den Samstag nutzen sie noch für Sightseeing bevor es am Sonntag wieder nonstop nach Hause ging.Vielleicht sieht man sich ja in 2-3 Jahren im Schwarzwald wieder.